Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
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Podiumsdiskussion

Im Rahmen der 1. Studierendenkonferenz des Studienbüros der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften hat am 16.01.2019 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Digitalisierung in den Geisteswissenschaften: Möglichkeiten und Herausforderungen für Forschung und Lehre" stattgefunden.

Teilgenommen haben:

Dr. Eckhart Arnold
(Bayerische Akademie der Wissenschaften)

Referatsleiter Digital Humanities

"Ihrem Charakter als Hilfsmittel werden die digitalen Methoden dann am besten gerecht, wenn man sie - so wie einen diskreten Butler - gar nicht bemerkt."

"'Digital Humanities' ist ein Schlagwort, aber keine Wissenschaft. Funktionäre lieben es, Wissenschaftler tun das (aus guten Gründen) nicht."

Prof. Dr. Anja Ballis
(Ludwig-Maximilians-Universität München)

Deutschdidaktik

"Digitale Medien bergen vielfache Chancen und Potenziale für Lernprozesse […]. Jedoch zieht die Technisierung einige Unwägbarkeiten nach sich, die es zu reflektieren gilt."1

Dr. Carolin Odebrecht
(Humboldt-Universität zu Berlin)

Korpuslinguistik und Morphologie

"Die Digitalisierung in den Geisteswissenschaften kann das methodische Spektrum von Fachwissenschaften bereichern oder ergänzen und damit neue Forschungsfragen ermöglichen. Eine solche methodische Erweiterung stellt andere, neue Anforderungen an die wissenschaftliche Arbeitsweise, in dem die Arbeit in interdisziplinären Teams, die Erarbeitung und Verbreitung von Transferwissen sowie die Verknüpfung mit bereits bestehenden Forschungsfeldern einen immer zentraleren Schwerpunkt bilden."

Prof. Dr. Roberto Simanowski
(Universität zu Basel)

Literatur- und Medienwissenschaften

"Die Aufgabe der Geisteswissenschaft ist nicht, technische Entwicklungen voranzutreiben, sondern kritisch zu begleiten; es braucht Kurse nicht nur über die Funktionsweise von Datenbanken, sondern auch über die langfristigen gesellschaftlichen Folgen des Datenbankparadigmas."

Dr. des. Markus Frank
(Ludwig-Maximilians-Universität München)

Digital Humanities - Sprachwissenschaft

Moderation


Unter anderem wurden die folgenden Themenkomplexe diskutiert: 

  1. Digital Humanities (DH) und die Zukunft - Wie verändern die DH die Geisteswissenschaften bzw. Fachkultur?
  2. Digitalisierung und die Widerstände der Fächer - Welche geisteswissenschaftlichen Fächer haben die größten Probleme mit der Digitalisierung? Ist die Angst berechtigt, dass die DH den Fächern limitierte Ressourcen entziehen?
  3. Digital Humanities - Standortbestimmung: Ein Fach oder eine Methode - Sollten die DH ein eigenes Fach bzw. eine eigene Forschungsdisziplin sein oder handelt es sich schlicht um digitale Methodenlehre handeln, die speziell auf die jeweiligen geisteswissenschaftlichen Fächer angepasst werden.

 

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1Ascherl, Carina/Ballis, Anja (2017): „Lernen mit digitalen Medien. Chancen und Herausforderungen für schulisches Lernen“, DaZ Sekundarstufe 2/2017.