Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
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Hier finden Sie Informationen zu folgenden Fragen:

Wer bietet das B.A. Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur an?

Das Bachelor-Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur ist ein so genanntes breites Nebenfach.

  • Es handelt es sich um einen interdisziplinären Studiengang, an dem alle Fächer der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften (Fakultät 13) beteiligt sind: Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Anglistik, Buchwissenschaft, Computerlinguistik, Deutsch als Fremdsprache, Finnougristik, Germanistik, Griechische Studien, Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft, Italianistik, Latinistik, Nordamerikastudien, Phonetik und Sprachverarbeitung, Skandinavistik, Slavistik, Romanistik.
  • Ergänzt wird dieses Angebot durch Fächer aus der Fakultät für Kulturwissenschaften (Fakultät 12): Ägyptologie und Koptologie, Alter Orient, Archäologie, Buddhistische und Südasiatische Studien, Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Ethnologie, Japanologie, Naher und Mittlerer Osten, Sinologie.
  • Hinzu kommen einzelne Sprachen aus dem Angebot des Sprachenzentrums der LMU und des Historischen Seminars.

Was ist das B.A. Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur?

Das Bachelor-Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur stellt ein breit gefächertes Angebot zur Ergänzung und Erweiterung der vertieft studierten Bachelor-Hauptfächer der beteiligten Geisteswissenschaften dar. Es gliedert sich nach einer allgemein einführenden Phase in folgende Wahlpflichtmodule (WP), aus denen die Studierenden zwei wählten (siehe Studienstruktur):

Insgesamt bietet das Bachelor-Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur somit die Möglichkeit, über die Grenzen traditioneller Geistes- und Sozialwissenschaften hinaus in einem breiten Spektrum von Sprach- und Kulturräumen Kenntnisse und Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Sprache, Literatur und Kultur in ihrer historischen und aktuellen Dimension zu erwerben. Die besondere Struktur von SLK lädt zu einem vergleichenden Blick auf die beteiligten Disziplinen sowie deren Forschungsfelder und methodischem Zugriff ein. Die Erschließung von Problemhorizonten der beteiligten Sprach- und Kulturräume, der Erwerb neuer Sprachkenntnisse sie in Wort und Schrift und die Perspektivierung komplexer Fragestellungen auch in diachroner Hinsicht, soll dabei zunehmend die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Denken befördern.

Die Entscheidung über die Wahlpflichtmodule durch die Studierenden bestimmt den jeweiligen Zuschnitt des Nebenfachstudiengangs und ermöglicht so eine individuelle Profilierung und eine sinnvolle Ergänzung des gewählten Hauptfachs.

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WP 1: Sprachen

  • Das Wahlpflichtmodul ‚Sprachen‘ zielt auf die Sprachpraxis ab, vom Erlernen einer neuen Fremdsprache, in der noch keine Vorkenntnisse vorhanden sind (Grundstufe), bis hin zum Ausbau und zur Festigung bereits vorhandener Kenntnisse (Aufbaustufe).
  • Für die modernen Sprachen liegt das Hauptgewicht auf der aktiven Sprachbeherrschung (Hörverstehen, Sprechvermögen, schriftlicher Ausdruck); Einsicht in die jeweiligen grammatischen Strukturen sowie der Aufbau eines möglichst vielseitigen Vokabulars treten dem an die Seite. In einzelnen Sprachen ist zudem die Vorbereitung auf Fachdiskurse oder besondere Sprechsituationen (z. B. Bewerbungsgespräche auf Englisch) möglich.
  • Das Erlernen der historischen Sprachen zielt hauptsächlich auf eine rezeptiv-analytische Sprachkompetenz, die sowohl eine diachrone Perspektivierung sprachgeschichtlicher Entwicklungen als auch ein eigenständiges Studium der erhaltenen Schriftzeugnisse ermöglicht.

Zur Zeit werden folgende Sprachen angeboten:

A-F

G-L

M-R

S-Z

  • Akkadisch
  • Albanisch
  • Arabisch
  • Armenisch, klassisches
  • Bosnisch
  • Bulgarisch
  • Chinesisch
  • Dänisch
  • Englisch
  • Estnisch
  • Finnisch
  • Französisch
  • Galicisch
  • Griechisch, Alt-
  • Griechisch, Neu-
  • Hebräisch, Neu-
  • Hethitisch
  • Hindi
  • Isländisch
  • Italienisch
  • Jiddisch
  • Kannada
  • Kasachisch
  • Katalanisch
  • Koreanisch
  • Kroatisch
  • Latein
  • Mongolisch, modernes
  • Mongolisch, klassisches
  • Niederländisch
  • Norwegisch
  • Persisch
  • Polnisch
  • Portugiesisch
  • Rumänisch
  • Russisch
  • Sanskrit
  • Schwedisch
  • Serbisch
  • Slovakisch
  • Slovenisch
  • Spanisch
  • Sumerisch
  • Thai
  • Tibetisch, klassisches
  • Tschechisch
  • Türkisch
  • Ukrainisch
  • Ungarisch
  • Vietnamesisch

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WP 2: Literaturwissenschaft

Das Wahlpflichtmodul ‚Literaturwissenschaft‘ vermittelt einen ersten Überblick über zentrale Fragestellungen (etwa über Werke, Gattungen oder Epochen) der Literaturen und Kulturen der am Nebenfach beteiligten Fächer und Disziplinen. Zu diesem Überblick treten notwendig Kenntnisse über kulturgeschichtliche Kontexte und über zentrale Gegebenheiten der behandelten Epochen und Kulturräume hinzu. Das Modul führt zudem in systematische Grundlagen ein und ergänzt damit die grundlegende Werkkenntnis, literaturgeschichtliches Basiswissen und den Einblick in Kontexte der Literatur um die Methoden und Werkzeuge zur Beschreibung, Analyse und Interpretation fiktionaler und nicht-fiktionaler Texte. Auf noch abstrakterer Ebene werden auch erstmals theoretische Modelle entfaltet. Zudem bezieht WP 2 mediale Äußerungsformen in die Diskussion mit ein, nimmt klassische und neue Formen der Editorik in den Blick und erprobt zumindest an überschaubaren Gegenständen Ansätze der empirischen Forschung, wie etwa der Leserforschung oder der Untersuchungen zum Buchmarkt.

Die Studierenden erwerben das Rüstzeug für die kritische Auseinandersetzung mit literarischen Texten und literaturwissenschaftlichen Ansätzen. Sie beherrschen die formalen Grundkategorien zur Analyse lyrischer, narrativer, dramatischer und expositorischer Texte. Sie sind zudem geübt im Umgang mit weiteren Beschreibungskategorien und Interpretationsverfahren und vertraut mit verschiedenen Entwürfen literaturwissenschaftlicher Theorie und divergierenden Positionen der Forschung. Sie können im Ansatz das Verhältnis von Texten zu ihren Kontexten und auch dasjenige zu anderen Medien reflektieren.

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WP 3: Linguistik

Der Wahlbereich Linguistik ermöglicht die besondere Beschäftigung mit dem Forschungsgegenstand Sprache unter Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung, ihrer inneren Struktur, ihrer gesellschaftlich-kommunikativen Funktionen und ihres Gebrauchs. Das Ziel der Sprachwissenschaft (Linguistik) lässt sich in der Frage zusammenfassen: „Was ist Sprache und wie funktioniert sie?“

Der thematische Zugang zur Beantwortung dieser Frage ist vielfältig und berücksichtigt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Aspekte der Lautbildung und des Lautsystems (Phonetik/Phonologie), des Aufbaus von Wörtern und Sätzen (Morphologie, Wortbildung und Syntax) und ihrer Bedeutung (Semantik). Weitere Forschungstraditionen beleuchten die Entwicklung der Sprachen in Wortschatz und Grammatik (historische Sprachwissenschaft), die Ausdifferenzierung von Dialektarealen (Dialektologie) oder Sprache als funktionale und identitätsstiftende Komponente von Sozialgefügen (Soziolinguistik).

Anglistik, Germanistik, Romanistik, Slavistik, Finnougristik, Indogermanische und Allgemeine Sprachwissenschaft haben zwar ihre eigenen Gegenstandsbereiche, treffen sich aber in vielen übergreifenden Fragestellungen.

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WP 4: Kultur- und Medienwissenschaften

Das Wahlpflichtmodul ‚Kultur- und Medienwissenschaften‘ integriert die traditionellen Philologien und Literaturwissenschaften in einen breiten fächerübergreifenden geisteswissenschaftlichen Bezugsrahmen, der freilich nach Maßgabe der beteiligten Einzelfächer literaturwissenschaftlich bzw. linguistisch fundiert bleibt. Zentral sind dabei die folgenden Aspekte:

  • ‚Kultur‘ als Gesamtkomplex kollektiver Empfindungsweisen, Denkformen, Bedeutungen, Sinnkonstruktionen und Werte soll hier vor allem auf der Basis von Literaturen als ein Aspekt von deren materialer Seite beziehungsweise deren medialer Ausdrucksform erfassbar gemacht werden.
  • Medienkulturwissenschaftliche Fragestellungen, interdisziplinäre Fremdheitsforschung (Xenologie) einerseits, die Frage nach nationaltypischen Gewohnheiten und Identitäten andererseits, Genderforschung und die Ansätze postkolonialer Literaturkritik haben sich in kulturwissenschaftlicher Perspektivierung als besonders fruchtbar erwiesen.

In diesem Sinne thematisieren die innerhalb des Wahlpflichtmoduls angebotenen Lehrveranstaltungen verstärkt diejenigen Prozesse, die sich durch die dialogische Beziehung der Literatur zu anderen Medien beziehungsweise durch den medialen Eigenwert literarischer Erzeugnisse ergeben. Fächerübergreifende Ansätze und Konzepte (beispielsweise ‚Medialität‘, ‚Alterität‘, ‚kulturelles Gedächtnis‘) stehen dabei im Mittelpunkt.

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WP 5: Ältere Sprachen und Kulturen

Das Wahlpflichtmodul ‚Ältere Sprachen und Kulturen‘ vermittelt Kenntnisse in einem breiten Spektrum vormoderner Literaturen und Kulturen des europäischen und des außereuropäischen Raumes. Schwerpunkte liegen dabei auf Kulturen des Mittelmeerraumes und Kulturen Asiens.

  • Der zeitliche Rahmen reicht von den Kulturen des Altertums, der Antike und Spätantike bis hinzu deren Fortsetzung und Transformierung im Mittelalter.
  • Studierende haben die Möglichkeit, sich an vormoderne Sprachsysteme heranführen zu lassen, um so zu einem eigenständigen Umgang mit den literarischen und außerliterarischen textlichen Zeugnissen der genannten Kulturräume befähigt zu sein.
  • Auf dieser Grundlage werden ausgewählte Aspekte der Literaturen der beteiligten Einzelfächer (vor allem eine Auswahl aus den Bereichen Alter Orient, Indologie, Tibetologie, Sinologie einerseits, sowie Klassische Philologie, Mittellatein und Byzantinistik sowie frühe Formen der europäischen Volkssprachen andererseits) gerade auch in ihrer Differenz zu modernen und postmodernen Literaturen erarbeitet. Dies kann nicht ohne eine Orientierung über grundlegende ereignis-, mentalitäts-, sozial- und mediengeschichtliche Gegebenheiten der betreffenden Epochen geschehen.

In dieser Hinsicht perspektivieren die in diesem Whlpflichtmodul behandelten Themen und Fragestellungen die übrigen Bereiche in ihrer historischen Tiefendimension.

Zur Zeit werden in WP 5 folgende Sprachen angeboten:

A-He

Hi-Z

  • Akkadisch
  • Albanisch
  • Altnordisch
  • Griechisch, Alt-
  • Hethitisch
  • Hindi
  • Kannada
  • Latein
  • Mongolisch, klassisches
  • Sanskrit
  • Tibetisch, klassisches

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Wer kann das B.A. Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur studieren?

Das Bachelor-Nebenfach Sprache, Literatur, Kultur kann als Nebenfach (60 ECTS) mit folgenden Hauptfächern kombiniert werden:

Voraussetzungen und Anforderungen

  • Zulassung, Eignungsfeststellungsverfahren: Weder ein Eignungsfeststellungsverfahren noch eine Zulassungsbeschränkung finden für das Nebenfach statt.
  • Unterrichtssprachen: Hauptunterrichtssprache ist Deutsch. Die beteiligten Philologien behalten sich aber vor, in einzelnen, vor allem den sprachzentrierten Veranstaltungen, in der jeweiligen Fremdsprache zu unterrichten. Gegebenenfalls ist dies den Ankündigungen der konkreten Veranstaltungen zu entnehmen. Auf die speziellen Bedürfnisse der Studierenden des Bachelor-Nebenfaches ‚Sprache, Literatur, Kultur‘ wird dabei Rücksicht genommen. Einzelnes regeln die anbietenden Fächer.
  • Erwünschtes Profil: Neben den mit dem Erwerb der Hochschulreife nachgewiesenen Kenntnissen sollten die Studierenden ein gesteigertes Interesse an sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen mitbringen. Die im Einzelfall besonders wünschenswerten Kompetenzen differieren je nach individueller Wahl der Module.
  • Tätigkeits- und Berufsfelder: Der Studiengang vermittelt ergänzend zu den vertieft studierten Bachelor-Hauptfächern einen breiten Kontext für zukünftige Tätigkeiten im Bereich sprach-, text-, kultur- und medienorientierter Berufsfelder.